<< zurück materialien.fgje.de vor >>  
  FGJE StartseiteC·A·P Startseite  
FGJE Homepage    
Start
pixel Europa pixel Demokratie pixel Zuwanderung pixel
 
 

Das Seminarkonzept

"Fishbowl" - Diskussionsmethode

Demokratische Prinzipien wie die gleichberechtigte Bedürfnisklärung aller Betroffenen finden oftmals aus verschiedenen Gründen nur schwer Einzug in Diskussionen. Dieses gilt besonders wenn unterschiedliche Eloquenz der Teilnehmenden eine Rolle spielt beziehungsweise ein hoher Grad an Spannungs- oder Frustrationspotential in der zur Disposition gestellten Frage vorliegt.

In diesen Fällen bietet es sich an, durch strukturelle Änderung des Diskussionsrahmens die Wirkung dieser Faktoren abzumildern oder wenn möglich sogar ganz auszuschließen. „Fishbowls“ bieten, wenn sie sinnvoll angewandt werden, eine gute Lösung für unterschiedliche strukturelle Probleme unserer ‚normalen’ Diskussionsund Streitkultur. Sie entschärfen emotional aufgeladene Entscheidungsfindungsprozesse und schulen die Fähigkeit zur Artikulierung der eigenen Bedürfnisse aber auch das gegenseitige Zuhören.

Fishbowl - klassisch
Die Gruppe wird in zwei Teile geteilt, einen „Inneren Kreis“ von 4 bis 5 Teilnehmenden, welche das Problem/die Frage diskutieren; und einen “Äußeren Kreis“ von bis zu 20 Teilnehmenden, welche die Ergebnisse der Diskussion des Inneren Kreises bewerten aber auch den Weg bis zur Entscheidungsfindung analysieren. Diese offene Methode eignet sich beispielsweise zur intensiven Bearbeitung von ethischen Fragen aber auch zur Aufarbeitung eines spezifischen Konfliktes in der Gruppe.

Fishbowl – kontrovers
Die Gruppe wird in zwei oder mehr Konfliktparteien (a 3-5 Personen) und neutrale Beobachter aufgeteilt. Die Seiten gehen abwechselnd in den Fishbowl und präsentieren ihren Standpunkt. Dieser Fishbowl eignet sich zur Aufarbeitung von Konflikten und Problemen die emotional aufgeladen und festgefahren sind. Die Methode ent-personifiziert das Problem und vermeidet unproduktive Anfeindungen. Der Konkurrenzkampf der Teilnehmenden wird in Argumentationen geleitet, das Problem/der Konflikt wird von allen Seiten beleuchtet und eventuelle, vorher nichtbeachtete, Lösungsansätze tauchen auf.

Fishbowl – Vermittlung und Kennenlernen
Dieser Fishbowl wird moderiert um die tieferliegenden Sorgen oder Hoffnungen zur Diskussion zu bringen. Am Ende können Empfehlungen für die Verbesserung der Lebenssituation formuliert werden. Er kann genutzt werden um ein Brainstorming zu ermöglichen oder um mehrere, sonst ungleich gestellte Gruppen „an einen Tischzu bringen“.

Fishbowl - Der Samoa Kreis
Wer zum ausgewählten Thema etwas sagen möchte setzt sich zeitweise auf einen der drei Stühle in der Mitte des Raumes, und tritt erst dann wieder in den ‚äußeren Kreis’ zurück, wenn er seinen Beitrag eingebracht hat. Jeder darf so oft er will in den ‚inneren Kreis’ zurückkehren. Diese Methode ist ein offener Prozess der von den Teilnehmenden konstruktiv genutzt oder monopolisiert werden kann – dieses gilt es im Vorfeld zu erläutert.

 

Informationen zur Fishbowl-Methode (als pdf-Download)

 

 

Demokratie - Just do it?!

Vorwort lesen  
Einleitung lesen  
Seminarkonzept    
Demokratie - just do it!? info pdf-download
"Betzavta" - Miteinander info pdf-download
Fishbowl-Diskussionsmethode info pdf-download
Seminarablauf info  
Übung 1: Begriffsklärung info pdf-download
Übung 2: Vertrag info pdf-download
Übung 3a: Freiheit II info pdf-download
Übung 3b: Traumhaus info pdf-download
Übung 4: Kürbis info pdf-download
Übung 5: Samoa Kreis info pdf-download
Evaluation    
Design   pdf-download
Ergebnisse   pdf-download
Schlussfolgerungen   pdf-download
Bibliographie   pdf-download



 

Gefördert im Rahmen des Aktionsprogramms "Jugend für Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsex-tremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit.

 

 
         
 
2004-06
 
Zuletzt aktualisiert: 12.02.2004