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Einleitung

Jugend und Demokratie

Einige Zahlen und Daten der Shell-Jugendstudie 2002 sollen zunächst Aufschluss über das Verhältnis von Jugendlichen zu Demokratie und Politik geben 1. Die Studie zeigt, dass das Interesse an politischem Engagement unter Jugendlichen weiter rückläufig ist. In der Gruppe der 15 bis 24jährigen sieht sich nur noch 34% als interessiert an Politik, im Gegensatz dazu waren es 1991 noch 57% der Jugendlichen. Dabei gibt es vier zu unterscheidende Hauptgruppen: Zum einen die Mitwirkenden (22%), welche sich engagieren und mitbestimmen wollen; als Nächstes die Kritischen (24%), die zwar demokratische Werte vertreten, sich aber oftmals als „politikverdrossen“ bezeichnen. Drittens gibt es die prozentual größte Gruppe der Desinteressierten (31%), die sich allgemein mehr mit sich selbst als mit gesellschaftlichen Dingen beschäftigt, und viertens die „Ordnungsorientierten“ (23%). Letztere bejahen zwar das demokratische System, sind aber nicht an schwierigen politischen Prozessen interessiert, sondern an schneller effektiver Lösungsfindung; Opposition und Meinungsfreiheit werden weniger wichtig genommen.

Ein Zusammenhang mit Alter und Bildungsniveaus ist ebenfalls erkennbar: die meisten der engagierten Jugendlichen sind schon älter, gehen auf das Gymnasium und besuchen dort die Kollegstufe oder studieren. Auch die Gruppe der „politikverdrossenen“ Jugendlichen ist schon etwas älter, allerdings finden sich darunter selten Schulgänger oder Studierende, sondern die meisten befinden sich schon in Ausbildung und Beruf oder sind arbeitslos. Politisch desinteressiert sind häufig viele der Jüngeren: hauptsächlich besuchen sie die Hauptund Realschule oder teilweise auch die Unter- und Mittelstufen des Gymnasiums.

Auffallend ist, dass die Mehrheit sich zwar nicht politisch interessiert und betätigt, trotzdem aber hinter den Normen und Werten der Demokratie steht. Politische Aktivität ist unter Jugendlichen nicht mehr so beliebt, angesagt und verbreitet. Das heißt aber nicht, dass sie keine Interessen mehr zu verwirklichen hätten. Eher lässt sich vermuten, dass Politik und demokratisches Handeln als zu abstrakt und entfernt von der eigenen Lebenswelt wahrgenommen wird, und Teilhabe unmöglich scheint. Von daher wird klar, wie wichtig es ist, Demokratie konkret demokratisches Handeln im Alltag erfahrbar zu machen und zu fördern.

 

 

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Gefördert im Rahmen des Aktionsprogramms "Jugend für Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsex-tremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit.

 

 
         
 
2004-06
 
Zuletzt aktualisiert: 12.02.2004